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#DIVI21: „Es muss mehr Luftrettung im Katastrophenschutz geben!“

Immer öfter finden notfallmedizinische Einsätze in Deutschland unter Extrembedingungen statt: im unwegsamen Gelände genauso wie in einer Lawine oder auch bei Nacht mit Einsatz eines Winden-Helikopters. Für genau diese Einsätze sind nicht nur geschulte Intensiv- und Notfallmediziner notwendig, sondern vor allem starke Partnerorganisationen. Welche Partner wichtig sind, wie sie in den unterschiedlichen Extremsituationen arbeiten und wie ein gemeinsames Rettungskonzept in Zukunft aussehen kann, darüber berichten Experten beim Symposium „Notfallmedizin unter Extrembedingungen“ am 3. Dezember im Rahmen des DIVI-Kongresses in Hamburg.

Die Kongress-Veranstaltung will einmal mehr dafür sorgen, dass es ein besseres Verständnis für die Arbeit von Notfallmedizinern unter extremen Bedingungen gibt – beispielsweise bei Hochwasser oder nach einem Lawinenabgang. Es soll aber auch beleuchtet werden, wie gerade die Luftrettung in Zukunft hier eine wichtige Rolle spielen kann. „Immer öfter haben es Rettungskräfte schwer, am Boden zu den betroffenen Menschen zu kommen. Gerade im Katastrophenfall ist Luftrettung oft wesentlich einfacher und gefahrloser“, sagt Professor Hans-Jörg Busch (Foto), Ärztlicher Leiter des Zentrums für Notfall- und Rettungsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg und Vorsitzender des Symposiums beim DIVI-Kongress. Er unterstreicht: „Es muss mehr Luftrettung im Katastrophenschutz geben.“

Richtiges Verhalten im Katastrophenfall: Experten geben Ratschläge

In der ersten Symposiums-Präsentation stellt Bergretter Mirko Friedrich von der Bergwacht Schwarzwald die Herausforderungen einer Rettung im unwegsamen Gelände vor. Einsätze dieser Art gibt es nicht nur im alpinen Raum, sondern auch in anderen Gebirgslandschaften wie dem Schwarzwald, dem Taunus oder der Sächsischen Schweiz. Der österreichische Landesarzt Dr. Josef Burger, aktiv in der Bergrettung Tirol, geht in seinem anschließenden Vortrag auf die Besonderheiten einer Rettungsaktion nach Lawinenabgängen ein. Er wird berichten, wie sich Notfallmediziner in einer solchen Situation richtig verhalten. Der dritte Vortrag im Rahmen des Symposiums beschäftigt sich konkret mit dem Einsatz von Rettungswinden an Helikoptern – bei Nacht. Vor welchen Herausforderungen Mediziner in einer solchen Situation stehen, beleuchtet Professor Volker Lischke, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Hochtaunuskreis. Seit 30 Jahren ist er als fliegender Notarzt unterwegs.

Besser vorbereiten: Medizinische Einsätze unter Extrembedingungen brauchen passende Konzepte

busch hans joerg prof dr med„Auch wenn uns die Luftrettung oft logisch erscheint, – gerade Bergungen aus unwegsamen Gelände, aus Wäldern, aus dem Gebirge oder überschwemmten Gebieten nach Starkregen –, flächendeckend eingesetzt wird sie in Deutschland bisher nicht. Von den offiziell beauftragten Rettungshubschraubern sind landesweit keine zehn mit einer Rettungswinde ausgestattet. Das ist zu wenig“, sagt DIVI-Kongresspräsident und Symposiums-Leiter Hans-Jörg Busch. Er selbst verbringt einen Teil seiner Arbeitszeit bei Hubschraubereinsätzen, trainiert den Windeneinsatz zweimal im Jahr. „Es ist absehbar, dass auch in Deutschland die Zahl der medizinischen Einsätze unter Extrembedingungen zunehmen wird. Darauf sollten wir uns mit passenden Konzepten vorbereiten“, sagt Busch.

Jetzt direkt zum Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) anmelden. Dieser findet vom 1. bis 3. Dezember im Congress Center Hamburg (CCH) statt.

Foto Hubschrauber: Bert Spangemacher, Quelle: DRF Luftrettung
Foto Prof. Hans-Jörg Busch: privat

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