Pressemeldungen
PM: Neues DIVI-Positionspapier – Wenn ein klares Ja zur Organspende nicht genügt
„Besteht der Wunsch des Patienten nach einer Organspende, so sollte zukünftig auch eine Organspende nach kontrolliertem Herzkreislaufstillstand möglich sein.“ Mit diesem zentralen Satz rückt eine interdisziplinäre Working Group der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein bislang wenig beachtetes Thema bei der Organspende in den Fokus. Denn bisher dürfen in Deutschland Organe nur entnommen werden, wenn zuvor der irreversible Hirnfunktionsausfall – umgangssprachlich „Hirntod“ – festgestellt wurde. Das geschieht bei höchstens drei Prozent der Todesfälle auf Intensivstationen. Die große Mehrheit der Patienten, die auf der Intensivstation versterben, stirbt nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Selbst ein eindeutig dokumentierter Wunsch zur Organspende kann dann nach bisher geltendem Recht nicht umgesetzt werden. Mehr als zwei Jahre hat die Working Group die medizinischen, ethischen und rechtlichen Voraussetzungen der Organspende nach kontrolliertem Herzkreislaufstillstand (cDCD) intensiv diskutiert. In ihrem jetzt veröffentlichten wissenschaftlichen Positionspapier zeigen die Autoren, unter welchen Voraussetzungen cDCD auch in Deutschland möglich sein könnte.
PM: Sepsis – Gerettet, aber nicht gesund
Eine schwere Sepsis zu überstehen, ist oft erst der Anfang eines langen Weges zurück ins Leben. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September macht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) darauf aufmerksam, dass Betroffene und Angehörige auch nach der Entlassung Orientierung und Unterstützung brauchen. Die Fachgesellschaft sieht dabei auch die behandelnden Kliniken selbst in der Verantwortung.
PM: Nicht am falschen Ende sparen: DIVI fordert Kurswechsel beim GKV-Stabilisierungsgesetz
„Jeder Mensch in Deutschland muss sich darauf verlassen können, im medizinischen Notfall schnell und sicher versorgt zu werden. Extreme Wetterlagen wie der Hitzedom der vergangenen Tage, Infektionswellen oder schwere Unglücke lassen sich nicht planen. Umso wichtiger ist es, dass die Krankenhäuser, die unsere Notfall- und Intensivversorgung tragen, wirtschaftlich stabil bleiben. Gesundheitspolitik muss diese Strukturen stärken – und nicht zusätzlich unter Druck setzen.“
Mit diesem Appell richtet sich der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Prof. Florian Hoffmann (li.), Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg, an die Mitglieder des Deutschen Bundestages. Diese entscheiden am Freitag über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Mit einer heute veröffentlichten Stellungnahme fordert die DIVI die Abgeordneten auf, das Gesetz an entscheidenden Stellen nachzubessern.
DIVI26: „Der Mensch im Mittelpunkt“ – Intensivmedizin zwischen technologischem Fortschritt und Menschlichkeit
Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) tagt vom 2. bis 4. Dezember 2026 in Hamburg
Hamburg, Juli 2026 – Die Intensiv- und Notfallmedizin steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, demografischer Wandel und wirtschaftlicher Druck prägen den Alltag vieler Kliniken und Rettungsdienste. Gleichzeitig eröffnen KI und digitale Technologien neue Möglichkeiten für Diagnostik, Therapie und Versorgung. Wie die moderne Intensiv- und Notfallmedizin den aktuellen Herausforderungen begegnet und den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht werden kann, ist ein zentrales Thema des 26. Kongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. (DIVI). Der Kongress findet vom 2. bis 4. Dezember 2026 im Congress Center Hamburg (CCH) statt und steht unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“.
PM: Nach der Intensivstation oft auf sich allein gestellt: DIVI fordert bessere Nachsorge für kritisch kranke Patienten
Viele Menschen leiden noch Monate oder Jahre nach einer intensivmedizinischen Behandlung unter körperlichen, psychischen oder kognitiven Folgen. Dennoch fehlen in Deutschland bislang flächendeckende und strukturierte Nachsorgeangebote. Anlässlich des Tags der Intensivmedizin am 18. Juni macht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) auf diese Versorgungslücke aufmerksam und fordert einen konsequenten Ausbau der Nachsorge für kritisch kranke Patienten.
PM: Vollblut für den Krisenfall: Intensiv- und Notfallmediziner richten Appell an Politik und Behörden
Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert die Schaffung der regulatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung von kalt gelagertem Vollblut zur Stärkung der Resilienz im zivilen Gesundheitswesen. Internationale Erfahrungen belegen die Sicherheit, Wirksamkeit und praktische Umsetzbarkeit dieses Konzeptes. Derzeit verhindern jedoch regulatorische Hürden in Deutschland die Nutzung von Vollblut als zusätzliche Quelle der Blutversorgung in Ergänzung zur etablierten Komponententherapie. Mit einem offenen Brief appelliert die DIVI an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), zeitnah die Voraussetzungen für eine qualitätsgesicherte, wissenschaftlich begleitete Einführung von Vollblut für Krisensituationen in definierten zivilen Versorgungsbereichen zu schaffen.
PM: Notfallreform – DIVI fordert Nachbesserungen im vorliegenden Gesetzentwurf
Keine unabhängige Qualitätssicherung, keine klaren Führungsstrukturen und keine verbindlichen Standards für Integrierte Notfallzentren: Bevor in gut drei Wochen der Bundesrat in einem ersten Durchgang über das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung berät, nimmt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nochmals detailliert zum vorliegenden Gesetzentwurf Stellung. Die Fachgesellschaft begrüßt zwar wichtige Korrekturen gegenüber der ursprünglichen Fassung, sieht jedoch insbesondere bei der Qualitätssicherung, den Governance-Strukturen der Integrierten Notfallzentren, der strukturierter Ersteinschätzung und der digitalen Vernetzung weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.
PM: Bundesweite DIVI-Umfrage: Mehr als jede zweite Intensivfachkraft denkt ans Aufhören
Die Personalsituation in der Intensivmedizin ist angespannt – und könnte sich zukünftig weiter verschärfen. Eine jetzt veröffentlichte bundesweite, multiprofessionelle Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bzw. der Jungen DIVI zeigt: Mehr als die Hälfte der 1.200 befragten Fachkräfte sind unentschlossen oder planen, die Intensivmedizin in den kommenden drei Jahren zu verlassen. „Wir sehen dies als klares Warnsignal: Ohne gezielte Verbesserungen der Arbeitsbedingungen riskieren wir, einen erheblichen Teil unseres intensivmedizinischen Personals zu verlieren“, erklärt Dr. Matthias Deininger, federführender Erstautor der Studie. „Die gute Nachricht aber: Vor allem Softfacts, wie regelmäßige Mitarbeitendengespräche oder familienfreundliche Arbeitsbedingungen könnten bei vielen bereits ein Umdenken erzielen.“
Das Paper der Jungen DIVI wurde unter dem Titel „Stay or leave? Retention factors in intensive care medicine from a multiprofessional cross-sectional nationwide survey in Germany“ open access im Journal of Critical Care veröffentlicht.
Pressekontakt der DIVI

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