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Pressemeldungen

16. Juni 2026

Viele Menschen leiden noch Monate oder Jahre nach einer intensivmedizinischen Behandlung unter körperlichen, psychischen oder kognitiven Folgen. Dennoch fehlen in Deutschland bislang flächendeckende und strukturierte Nachsorgeangebote. Anlässlich des Tags der Intensivmedizin am 18. Juni macht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) auf diese Versorgungslücke aufmerksam und fordert einen konsequenten Ausbau der Nachsorge für kritisch kranke Patienten.

11. Juni 2026

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert die Schaffung der regulatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung von kalt gelagertem Vollblut zur Stärkung der Resilienz im zivilen Gesundheitswesen. Internationale Erfahrungen belegen die Sicherheit, Wirksamkeit und praktische Umsetzbarkeit dieses Konzeptes. Derzeit verhindern jedoch regulatorische Hürden in Deutschland die Nutzung von Vollblut als zusätzliche Quelle der Blutversorgung in Ergänzung zur etablierten Komponententherapie. Mit einem offenen Brief appelliert die DIVI an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), zeitnah die Voraussetzungen für eine qualitätsgesicherte, wissenschaftlich begleitete Einführung von Vollblut für Krisensituationen in definierten zivilen Versorgungsbereichen zu schaffen.

21. Mai 2026

Keine unabhängige Qualitätssicherung, keine klaren Führungsstrukturen und keine verbindlichen Standards für Integrierte Notfallzentren: Bevor in gut drei Wochen der Bundesrat in einem ersten Durchgang über das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung berät, nimmt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nochmals detailliert zum vorliegenden Gesetzentwurf Stellung. Die Fachgesellschaft begrüßt zwar wichtige Korrekturen gegenüber der ursprünglichen Fassung, sieht jedoch insbesondere bei der Qualitätssicherung, den Governance-Strukturen der Integrierten Notfallzentren, der strukturierter Ersteinschätzung und der digitalen Vernetzung weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.

07. Mai 2026

Die Personalsituation in der Intensivmedizin ist angespannt – und könnte sich zukünftig weiter verschärfen. Eine jetzt veröffentlichte bundesweite, multiprofessionelle Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bzw. der Jungen DIVI zeigt: Mehr als die Hälfte der 1.200 befragten Fachkräfte sind unentschlossen oder planen, die Intensivmedizin in den kommenden drei Jahren zu verlassen. „Wir sehen dies als klares Warnsignal: Ohne gezielte Verbesserungen der Arbeitsbedingungen riskieren wir, einen erheblichen Teil unseres intensivmedizinischen Personals zu verlieren“, erklärt Dr. Matthias Deininger, federführender Erstautor der Studie. „Die gute Nachricht aber: Vor allem Softfacts, wie regelmäßige Mitarbeitendengespräche oder familienfreundliche Arbeitsbedingungen könnten bei vielen bereits ein Umdenken erzielen.“

Das Paper der Jungen DIVI wurde unter dem Titel „Stay or leave? Retention factors in intensive care medicine from a multiprofessional cross-sectional nationwide survey in Germany“ open access im Journal of Critical Care veröffentlicht.

08. April 2026

Die Steigerung der Sicherheit von Patienten ist eine der drängendsten aktuellen Herausforderungen. Daher lobt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – unterstützt von der Philips GmbH – wieder den Forschungsförderpreis Patientensicherheit 2026 aus. Wachsende Resilienz, verbesserte Lehr- und Ausbildungskonzepte, optimierte Team-Zusammenarbeit, innovative Versorgungsstrukturen, schonendere diagnostische und therapeutische Methoden, sinnvolle Maßnahmen der Digitalisierung und patientenzentrierte Nutzung von Daten bieten das Potenzial, die Arbeit der medizinischen Teams für die Patienten sicherer zu machen, oder Komplikationen und „unbemerkte“ Verschlechterungen, früh zu erkennen oder gezielter reagieren zu können. Eine wissenschaftliche Begleitung solcher Vorhaben soll mit diesem Preis gefördert werden. Dotiert ist dieser mit 7.500 Euro. Deadline ist der 15. August 2026.

Der Forschungsförderpreis Patientensicherheit steht Medizinern und allen Gesundheitsfachberufen offen, deren klinisch orientierte – gerne auch interprofessionelle – Forschungsvorhaben und -projekte zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Intensivmedizin oder Notfallmedizin im D-A-CH-Bereich beitragen möchten.

20. März 2026

Mit 97,2 Prozent angenommen! Die DIVI sendet mit ihrer neuen Satzung ein starkes Signal für die Zukunft der Intensivmedizin und das gelebte interprofessionelle Arbeiten. In einer virtuellen und außerordentlichen Mitgliederversammlung sprach sich am Montagabend eine überwältigende Mehrheit für eine neue Verteilung der stimmberechtigten Vertreter im Präsidium aus. „Die große Gruppe der Gesundheitsfachberufe wird deutlich gestärkt. Sie erhält laut neuer Satzung nun drei Stimmen, wobei mindestens eine durch eine Pflegefachkraft repräsentiert wird“, erklärt DIVI-Präsident Prof. Florian Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg. Auch die Junge DIVI werde jetzt mit zwei Stimmen aus Ärzteschaft und Gesundheitsfachberufen in das Präsidium aufgenommen. „Die neue Satzung – und damit das Fundament der DIVI – steht symbolisch dafür, wie wir uns die Intensiv- und Notfallmedizin in der Zukunft vorstellen“, so der Präsident. „Gemeinsam im Team mit wertschätzender Anerkennung der jeweiligen Profession!“

09. Dezember 2025

Die Zahlen allein sprechen für sich: Mit mehr als 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fanden noch einmal rund 500 Interessierte mehr als im vergangenen Jahr – bzw. rund 2.000 Teilnehmende mehr als nach dem ersten Vor-Ort-Kongress nach der Pandemie – zum DIVI25, dem Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). 500 Präsentationen in 185 Sitzungen, 250 Poster sowie 97 Workshops unter dem Motto „Klug entscheiden. Achtsam handeln.“ stießen in drei Tagen im Hamburger CCH auf reges Interesse. Das Entscheidende aber: Die Stimmung! „Diese mega Stimmung hier, und es gibt kein besseres Wort dafür, die prägt“, waren sich die beiden Kongresspräsidenten Bernhard Gliwitzky (li.) und Prof. Christian Waydhas absolut einig.

08. Dezember 2025

Um Menschenleben in Extremsituationen retten zu können, bedarf es der Umsetzung vorhandener Konzepte wie deren regelmäßiger Übung. Darauf machte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vergangene Woche in einer Pressekonferenz im Rahmen ihrer Jahrestagung in Hamburg aufmerksam – und fordert mehr Initiative und Verantwortungsübernahme von allen Seiten – zum Wohle der Patienten. „Die überwiegende Mehrheit der Krankenhäuser in Deutschland hat eine sogenannte KAEP, also Krankenhausalarm- und -einsatzplanung, für Massenanfälle von Verletzten“, erklärte Professor Andreas Markewitz, medizinischer Geschäftsführer der DIVI. „Aber in der Schublade nützen Pläne nichts. Wir müssen uns alle dringend mehr und aktiv damit auseinandersetzen, was genau im Ernstfall zu tun ist!“

Pressekontakt der DIVI

Nina Meckel

Pressesprecherin der DIVI

Tel.: 089 / 230 69 60 21
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